Nachricht vom Buch

Hallo? Jemand hier? Ich habe Neuigkeiten, die ich dringend loswerden muss.

Ich habe die Fantasie gesehen. Vereinigt mit ihrem Erzfeind, der Realität. Obwohl dieses ideenreiche Geschöpf eigentlich keine Feinde hat. Aber lassen wir das beiseite.
Ich habe sie gesehen, diese Rivalen. Hand in Hand flogen sie durch die Lüfte. Naja, nicht direkt. Wenn ich so darüber nachdenke, war es nur ein Schmetterling. Aber genau dieser scheint die Verbindung zwischen Wirklichkeit und Fantasie zu sein. Fliegt über den Erdboden. Lässt sich auf Blumen nieder. Leicht und unbeschwert. Leichtfüßig. Und in diesem wundervollen bunten Kleid. Das passt nicht zur Realität, aber ich, das Buch, habe es doch mit meinen eigenen Augen gesehen.
Ich bin mir sicher, es ist die Verbindung, die Realität und Fantasie miteinander vereint!

20.11.15 09:32, kommentieren

VERZEIHT, …

VERZEIHT, dass ich euch so lange nichts berichtet habe. Dass ihr so lange auf Neuigkeiten oder überhaupt einer Meldung von mir gewartet habt. ENTSCHULDIGT, selbst wenn es dafür keine Entschuldigung gibt. Doch ich konnte meine Gedanken einfach nicht in Worte fassen. Die Fantasie möge zwar sagen, dass nichts unmöglich sei, aber in gewisser Weise war mir dieser Prozess, Buchstaben zu Worten und diese schließlich zu Sätzen zusammenzufügen in vergangener Zeit einfach nicht umsetzbar. Deshalb kann ich euch nur, um Verzeihung bitten.

Also: BITTE VERZEIHT MIR!

Ich möchte keine leeren Versprechungen treffen, was das Führen dieses, meines Blogs angeht. Sicher bin ich ein äußerst unzuverlässiges Buch, was dies betrifft. Aber ihr solltet auch wissen, dass ich sofort eile, sollte ich nur den kleinsten leisesten Laut oder einen minimalen Duft der Fantasie verspüren.
Vielleicht bin oder war ich ständig auf der Hut nach ihr. Konnte meine Aufmerksamkeit nichts anderem widmen, noch nicht mal der Natur während den zurzeit eher seltenen Spaziergängen, bis ich sie schließlich entdeckt und aus ihrem Schlaf geweckt habe. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wo sie sich verkrochen hatte! Und ich kann nicht mal darüber spekulieren, wie sie dahin gekommen ist! Zugetraut hätte ich ihr das schon gar nicht!

Passt auf! Die Fantasie saß in einem noch bewohnten, auf Hochtouren laufenden, Bienenstock und schien sich vor nichts zu fürchten. Bestimmt hat sie sich sogar mit den Bienen angefreundet und sie durch ihre ausschweifenden, ausführlichen Geschichten von ihrer Tätigkeit abgehalten! Bestimmt! Entdeckt habe ich sie übrigens rein zufällig, als sie eines Morgens vorsichtig hinausgekrochen ist, um die noch kühlen Sonnenstrahlen anzufassen und wahrscheinlich am liebsten gleich dazubehalten. Sie einzufangen, so wie ich sie kenne. Obwohl sie dies als selbst Chaos liebendes und Regelmäßigkeiten verabscheuendes Wesen wohl nicht übers Herz gebracht hat. Verrückt! Wirklich! Doch so ist sie nun mal und dafür mögen wir sie alle.

1 Kommentar 18.4.15 10:33, kommentieren

Versteckspiel

Ab und zu macht sie sich bemerkbar. Überraschend. Wie aus dem nichts äußert die Fantasie ihre Gedanken und verschwindet blitzschnell wieder. Als ob sie geheime Sachen erledigt von denen niemand etwas wissen darf. Nicht mal ich, das Buch, dem sie sich doch anvertrauen könnte!

Gerade bin ich von meinem Spaziergang zurückgekehrt. Es war wirklich abenteuerlich, und wenn ich mich nicht irre, hab ich vielleicht sogar den Winterwald entdeckt, von dem in meinem ersten Akt gesprochen wird. Allerdings sicher bin ich mir nicht, denn ich habe ihn nur aus der Ferne betrachtet. Eine große, weite, mit Schnee bedeckte Wiese, hat mich von ihm getrennt. Ich konnte diese auch nicht überqueren, denn ich habe plötzlich diesen Drang verspürt, euch von meinem Erlebnis erzählen zu wollen und so war der einzige Weg, den ich einschlagen konnte, mein Rückweg. Doch ich werde einen erneuten Versuch starten, in den Wald zu gelangen. Denn sollte es wirklich dieser zauberhafte Winterwald sein, dann werde ich dort sicher auch auf die Fantasie stoßen. Vielleicht wird sie mir sogar zufällig in die Arme laufen, während sie auf der Suche nach einem neuen Versteck ist? Lange dauert es bestimmt nicht mehr und dann, tritt sie freiwillig, ohne dass irgendjemand sie an die Hand nimmt, die Heimreise an und erklärt das Spiel für beendet. Naja, wohl eher für pausiert, um es später fortzuführen.

1 Kommentar 22.1.15 16:33, kommentieren

Von Erfolg gekrönt?!

Ich bin überrascht, beglückt, etwas sprachlos und nachdenklich. So viel Mühe hat sie sich gegeben, die Schneeflocke, um ihre Botschaft hinaus in die Welt zutragen, ihr die Freiheit zu schenken und vielleicht sogar Flügel wachsen zu lassen. Wie rührend! Mich würde es so gerne interessieren, ob die Mission von Flocki Schneeflocke erfolgreich war! Nun, ich möchte keine Vorurteile fällen oder sonst etwas in dieser Art, aber hier, um mich herum, bin ich mir nicht so sicher, ob der Kalender genau das bewirkt oder hervorgerufen hat, was Flockis Anliegen war. Vielleicht irre ich mich auch. Jedenfalls hätte ich gerade nichts dagegen. Ein Buch sollte sicher auch mal falsch liegen, damit es merkt, dass es nicht nur ein Werk ist, das aus Papier, welches zusammengebunden wurde, besteht, sondern auch ein Lebewesen ähnlich einem Menschen. Genau!

Übrigens, ein gesundes, neues und fröhliches Jahr 2015 euch allen. Um ein Haar hätte ich es vergessen, aber in letzter Sekunde habe ich doch noch daran gedacht. Schönen Tag noch. Ich melde mich demnächst wieder, in der Hoffnung, dass die Fantasie bis dahin richtig ausgeschlafen hat und wieder zu etwas zu gebrauchen ist.

1 Kommentar 12.1.15 14:19, kommentieren

Zum Ende:

An sie, die Menschen

Meine Mission ist nun beendet. Über deren erfolgreiche Erfüllung bin ich mir noch nicht im Klaren, aber es hat bestimmt funktioniert. Ich hoffe es jedenfalls. Da ich mir jedoch nicht sicher bin, ob sie die Botschaft auch verstanden haben bzw. entschlüsseln konnten, habe ich mir die Mühe gemacht und diese, das heißt deren Anfang oder einen kleinen Teil davon, für sie, formuliert und aufgeschrieben.

„Erkenne die Natur mit ihren verschiedenen Jahreszeiten und dem dazugehörigen Wetter an. Ihren Wandel kannst du sowieso nicht verhindern, denn die Zeit für eine Veränderung kommt und lässt sich nicht zurückhalten oder aufhalten. Sie stoppt auch nicht, nur weil ihr etwas im Wege steht. Versuche mit ihnen, der Zeit und der Natur, im Einklang zu leben. Akzeptiere sie so, wie sie sind, und verschmutze sie nicht. Beide Gesellen werden es dir danken.“

Ich vertraue auf ihre Intelligenz und darauf, dass sie in der Lage sind, Verstand und Herz miteinander zu vereinen. Zu kombinieren!
Das war es nun meinerseits. Vielleicht werden wir uns wiedersehen. Ich hoffe es sehr.

Mit den besten Wünschen
Flocki Schneeflocke

1 Kommentar 25.12.14 14:54, kommentieren

24. Hinweis:

„Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.“

(Hans Christian Andersen)

Im Normalfall hat ein Jahr 365 Tage. Dies entspricht einem Buch mit 365 Seiten. Das Außergewöhnliche an ihm ist die Tinte, mit welcher die einzelnen Blätter beschrieben wurden, und das Material des Papiers.
Ich kann ihnen allerdings nicht genau erklären, aus was dieses Buch besteht, aber eines ist sicher, es beinhaltet eine Menge Magie. Ständig verändert es sich von selbst. Doch nicht einfach so aus heiterem Himmel, sondern immer gerade dann, wenn sich die Natur im Wandel befindet.
Eigentlich klingt es unglaubwürdig und für sie sicher in keiner Richtung vorstellbar, aber würden sie das Buch im Sommer öffnen, dann würden ihnen Schmetterlinge entgegen fliegen, die Blumen würden aus den Seiten herauswachsen und ein unglaublich schöner, wohlriechender Duft würde sich dabei verbreiten. Ich habe diesen Foliant auch schon im Winter geöffnet, weil ich unbedingt wissen wollte, was während dieser Jahreszeit daraus entspringt. Nun es entstieg aus ihm eine kalte Luft und auf einmal fing es an zu schneien, aber nur direkt über mir. Ich glaube, dieses Buch ist verzaubert. Doch nicht so, als würde es mit einem Bann belegt sein, der gebrochen werden sollte, sondern es ist ein reizender Zauber, der am liebsten weitere Bücher beschlagnahmen würde, die auf der ganzen Welt verteilt werden sollten.
Ob dies wohl irgendwann geschehen wird?

25.12.14 14:53, kommentieren

23. Hinweis:

Enthüllung des Gedankenguts

Natur:
Lass es uns gemeinsam, mit all den anderen drei Jahreszeiten, wagen!
Winter:
Du sprichst in Rätseln!
Natur:
Wir ergreifen die Chance und starten einen Versuch!
Winter:
Welcher Gedanke schwebt dir durch den Kopf?
Natur:
Erinnere dich! Ich habe dir geschrieben, dass es mir nur mit eurer Hilfe, also die von Frühling, Sommer, Herbst und dir, Winter gelingen wird, meinen Ideen Kraft zu verleihen und diese dann auszubauen.
Winter:
Ich weiß, aber ich begreife nicht, wie du das anstellen möchtest!
Natur:
Hör auf zu zweifeln!
Winter:
Dann sag mir doch auch endlich, was du vorhast!
Natur:
Gemeinsam mit deinen Geschwistern und dir, den vier Jahreszeiten, möchte ich ein Theaterstück inszenieren, in dem jeder von euch seine eigene Rolle hat, sich jedoch nicht verstellt, sondern den Zuschauern genauso zeigt, wie er ist.
Winter:
Welchen Sinn hat das Ganze? Glaubst du etwa, dass du die Einstellung oder das Verhalten der Menschen uns gegenüber damit ändern kannst?
Natur:
Ich glaube es nicht nur und hoffe darauf, irgendwie spüre ich, dass dies möglich ist und sogar gelingen könnte.
Winter:
Wirklich?
Nun, wenn es dein Wunsch ist, dann werde ich dir gerne bei dessen Umsetzung behilflich sein. Existiert denn schon eine Handlung für dieses Stück?
Natur:
Ja, eigentlich schon.
Winter:
Erfahre ich Genaueres?
Natur:
Jede einzelne Jahreszeit tritt auf der Bühne genauso in Erscheinung, wie das seit Jahrhunderten von Jahren immer wieder geschehen ist. Ihr stellt euch vielleicht der Reihe nach vor und dabei greift jedoch schon immer ein anderer bei dem, der gerade dran ist, ein. So entsteht ein Zusammenspiel aus verschiedenen Charakteren, die allerdings nur durch ihr unbewusstes Zusammenwirken gemeinsam ein Ganzes bilden. Im Höhepunkt entsteht ein Bild der Natur, ein außerordentliches Spektakel, einem Feuerwerk ähnlich, das die Eigenschaften der unterschiedlichen Jahreszeiten kombiniert und den Menschen, wenn es denn wirklich so gelingen sollte, wie ich mir das erhoffe, eine großartige Welt zeigt, wenn sie ordnungsgemäß mit der Natur umgehen, die einzelnen Jahreszeiten anerkennen, respektieren und sich nicht immer nur darüber beschweren.
Winter:
Klingt vielversprechend.
Möge das Werk gelingen!

(Jasmin Schramm)

25.12.14 14:51, kommentieren

22. Hinweis:

„Ohne Winter wäre der Frühling nur halb so schön.“

(Walter Ludin)

Wie wahr! Eine wirklich weise Aussage!
Dieser Anblick, wenn die Blumen und das Gras wieder beginnen aus der Erde zu sprießen und die Welt mit bunten Farben beleben – einfach traumhaft! Ohne den Winter, dem der Herbst vorausgeht, welcher eine Veränderung der Natur bereits ankündigt, könnten sie dieses unglaubliche Ereignis, welches sich Jahr für Jahr aufs Neue ereignet, überhaupt nicht wahrnehmen. Die Farbigkeit des Frühlings und Sommers, gegen die ich keine Einwände habe, falls ihnen das im Folgenden vielleicht so erscheinen sollte, würde alltäglich sein und an Faszination verloren haben. Irgendwie würde es weniger zu beobachten geben, wenn es draußen immer grünt und blüht.
Vielleicht ist dies sogar ein weiterer Grund, weshalb der Winter von so großer Bedeutung ist.

22.12.14 11:57, kommentieren

21. Hinweis:

Phänomenale Begebenheit

Eigentlich hätte der Schnee zu schmelzen beginnen müssen, als die warmen Sonnenstrahlen im eisigen Winter über den Erdboden wanderten und sich schließlich an einer Stelle ausruhten und dort verweilten. Doch das tat er nicht. Merkwürdig.
Mir scheint es, als löst dieses Aufeinandertreffen eine Art Explosion aus, die jedoch in diesem Fall überhaupt keine zerstörerische Wirkung hat, sondern ein unglaubliches Phänomen zum Ausdruck bringt. So als würden die vielen kleinen, winzigen Schneeflocken, aus denen sich die Schneedecke zusammensetzt, diesen Sonnenstrahl als Scheinwerfer wahrnehmen, der nur auf einen minimalen Teil dieses Bodenbelags gerichtet ist. Trifft zufällig, ohne diese Stelle zuvor geplant zu haben, auf die weiße Pracht und ist vielleicht selber überrascht, wie diese reagiert.
Die Schneeflocken springen und tanzen auf einmal im Sonnenlicht, obwohl sie gerade eben noch still und ruhig am Boden lagen und vor sich hin geschlummert haben. Sie sind durch den Sonnenstrahl erwacht oder dieser hat sie in eine Art Trancezustand versetzt und herrscht nun über sie. Dennoch haben die Flocken ihren eigenen Willen, sodass selbst dieser Scheinwerfer über ihre Reaktion überrascht ist. Er kann sich ihr Handeln nicht erklären, nimmt dieses Wunder aber einfach an und lässt ihm seinen Lauf. Schaut zu und beobachtet während dabei, wie durch Magie ein Funkeln in seine Augen tritt.
Ob der Sonnenstrahl wohl gerührt ist von diesem phänomenalen Ereignis? Ich glaube, ich werde den Grund für dieses Funkeln nicht erfahren. Schade eigentlich. Vielleicht ist es aber auch diese besondere Mischung vom Winter und der Weihnachtszeit, die unerklärliche Ereignisse geschehen lässt, ohne sich dafür zu rechtfertigen oder irgendwelche Hintergründe zu nennen? Genau jene Geheimnisse, jene Heimlichkeiten, die während dieser Zeit überall durch die Lüfte fliegen und bis es so weit ist, dass sie sichtbar werden dürfen, in ihrem Versteck bleiben. Vielleicht auch in den Schneeflocken und der warme Sonnenstrahl, der sein Licht auf sie wirft, gibt das Zeichen, dass es ihnen nun gestattet ist hervorzutreten. Endlich dürfen die Geheimnisse ans Licht und sich der Welt offenbaren.

(Jasmin Schramm)

21.12.14 14:27, kommentieren

20. Hinweis:

„Es ist freundlicher, das menschliche Leben anzulachen, als es anzugrinsen.“

(Christoph Martin Wieland)

Na, schon einmal ausprobiert?
Ich kann ihnen sagen, es ist hervorragend. Nicht nur, dass vereinzelt lachende Gesichter die Straßen füllen und somit selbst die dunkelsten Ecken, die an denen noch keine Laterne Platz gefunden hat, zum Leuchten bringen, sondern diese großartige Verzerrung der Gesichtszüge, wenn es auch nur der Mund ist, vollbringt eine außerordentlich ansteckende Wirkung. Wegsehen oder dieses Lachen einfach nicht wahrzunehmen, scheint mir gar unmöglich zu sein.
Übrigens, dieses leise Rauschen des Windes, während die Schneeflocken vom Himmel herab tanzen, trägt das süße Lachen und kichern der Schneeflocken in sich. Ein merkwürdiges, aber dennoch wirklich wundervolles Geräusch.

21.12.14 14:25, kommentieren